BRAK-Mitteilungen 4/2026

ren Verlauf stellten Schäfer und Dr. Morbach die Grundlagen und die praktische Bedeutung der Schiedsgerichtsbarkeit in Deutschland vor. Dabei wurden insb. die Vorteile von Schiedsverfahren bei der Beilegung nationaler und internationaler Wirtschaftsstreitigkeiten sowie die Rolle der Deutschen Institution für Schiedsgerichtsbarkeit e.V. (DIS) erläutert. Abschließend wurden Möglichkeiten eines weiteren fachlichen Austauschs und einer zukünftigen Zusammenarbeit erörtert. Die Veranstaltung bot einen informativen Einblick in die Schiedsgerichtsbarkeit in Deutschland sowie in die rechtliche Praxis im deutsch-chinesischen Kontext. REGIONALKONFERENZ ZUM AFRIKANISCHEN INVESTITIONSRECHT Vom 11. bis 12.6.2026 fand die Regionalkonferenz „Recht als Standortfaktor – Förderung von Investitionen in Afrika“ der Deutschen Stiftung für internationale rechtliche Zusammenarbeit (IRZ e.V.) und der BRAK in Berlin statt. Die Konferenz zielte darauf ab, die Bedeutung von Recht, Justiz und Good Governance als Standortfaktoren für Investitionen hervorzuheben, Reformbedarfe und Best Practices im Investitions- und Wirtschaftsrecht, der Rechtsdurchsetzung und alternativen Streitbeilegung zu identifizieren sowie Erwartungen der Privatwirtschaft an einen transparenten Rechtsrahmen zu verankern. Zugleich sollten Handlungsfelder für künftige Reformkooperationen und regionale Vernetzung herausgearbeitet werden. Teilnehmende waren Vertreterinnen und Vertreter afrikanischer Justiz- und Wirtschaftsministerien, der Justiz, von Investitionsförderagenturen, Wirtschaftskammern, der Anwaltschaft, Notariate, der Schiedsinstitutionen, der Wissenschaft sowie internationaler und regionaler Organisationen. Für die BRAK nahmen Vizepräsident Andr´e Haug (BRAK) sowie Riad Khalil Hassanain (BRAK) teil. Herr Haug hat die Veranstaltung im Namen der BRAK eröffnet und einen vielbeachteten Vortrag zur Rolle des Anwalts bei der Absicherung von Investitionen gehalten. KONGRESS DER RUMÄNISCHEN ANWÄLTE UND ANWÄLTINNEN Vom 19. bis zum 20.6.2026 fand in Bukarest der Kongress der Rumänischen Anwälte und Anwältinnen statt, ausgerichtet von der Union der Rumänischen Anwaltskammern (UNBR). Eingeladen waren auch Repräsentanten der Kammern aus der Republik Moldau, Ungarn, Frankreich, Deutschland und Alex Tallon, der Vizepräsident des Rates der Europäischen Anwaltschaften (CCBE). Für die BRAK nahm Vizepräsidentin Sabine Fuhrmann teil. Mit Vertretern und Vertreterinnen vor allem aus der jungen Anwaltschaft diskutierten die internationalen Gäste über die Themen Berufshaftung bei der Nutzung von KI, unzulässige Berufsausübung im Online-Umfeld sowie ethische Grenzen der Anwaltswerbung im digitalen Zeitalter. Zum Abschluss erörterte Frau Fuhrmann zusammen mit Vertretern der UNBR in einem bilateralen Gespräch die Themen, die die Anwaltschaft in Rumänien und Deutschland betreffen und zu denen die fachliche Zusammenarbeit ausgebaut werden soll. FACHGESPRÄCH MIT DELEGATION DES NATIONALEN VOLKSKONGRESSES DER VOLKSREPUBLIK CHINA Im Rahmen einer vom Deutsch-Chinesischen Programm Rechtskooperation der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) organisierten Fachinformationsreise zum Thema „Bewältigung extremer Wetterereignisse“ besuchte am 26.6.2026 eine Delegation der Rechtsarbeitskommission des Ständigen Ausschusses des Nationalen Volkskongresses der Volksrepublik China die BRAK. Zu Beginn stellte Lissa Gerking (BRAK) die Aufgaben und Arbeitsweise der BRAK vor. Anschließend referierte Dr. Peter Kersandt, Mitglied des BRAK-Ausschusses Verwaltungsrecht, zu den verfassungs- und verwaltungsrechtlichen Grundlagen der präventiven Gefahrenabwehr und des Katastrophenschutzes sowie zu aktuellen Entwicklungen im Klimarecht. Im anschließenden Austausch wurden insb. die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Bewältigung extremer Wetterereignisse in Deutschland und China erörtert. Das Fachgespräch bot Gelegenheit zu einem vertieften deutsch-chinesischen Erfahrungsaustausch im Bereich des Verwaltungs- und Umweltrechts. INTERNATIONALER PLÄDOYERWETTBEWERB IN MAHDIA, TUNESIEN Auf Einladung des Kammerpräsidenten Tunesiens, Ben Thabet, nahm Riad Khalil Hassanain für die BRAK vom 26. bis 28.6.2026 am Plädoyerwettbewerb in Mahdia, Tunesien, im Rahmen einer strafrechtlichen Fortbildungsveranstaltung teil. Es partizipierten überwiegend junge Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte sowie Referendarinnen und Referendare, die in simulierten Strafverfahren vor einer Jury aus erfahrenen Strafverteidigerinnen und Strafverteidigern und zum Teil Vertreterinnen und Vertretern der Justiz auftraten. Nach kurzer Einführung in den jeweiligen Fall übernahmen die Teilnehmenden die Rolle der Verteidigung, trugen ihre rechtlichen Argumente vor, stellten Beweisanträge und hielten abschließend ein strukturiertes Plädoyer, das von der Jury insb. im Hinblick auf juristische Durchdringung, mandantengünstige Subsumtion, Verständlichkeit, Überzeugungskraft, Auftreten und Zeitdisziplin bewertet wurde. Es nahmen eine Vielzahl von Vertreterinnen und Vertretern der Anwaltskammern Afrikas teil. AUS DER ARBEIT DER BRAK BRAK-MITTEILUNGEN 4/2026 AUS DER ARBEIT DER BRAK 276

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