ment Arbitration sowie aktuelle rechtliche Rahmenbedingungen im Lichte globaler Herausforderungen (Energiepolitik, Sanktionen, technologische Innovationen). Zum zweiten Themenschwerpunkt – Agrifood, Nachhaltigkeit und internationaler Handel – wurden die rechtlichen und praktischen Implikationen nachhaltiger Transformationsprozesse, Welthandel, Klimawandel, Lieferkettenrecht und Ernährungssicherheit interdisziplinär beleuchtet. Im Rahmen des International Bar Leaders‘ Senate hielt Dr. Christian Lemke zwei Vorträge, u.a. zur Lawyers‘ Convention und zum Schutz des Anwaltsberufs in politischen Krisenzeiten. Die Tagung bot Raum für intensiven internationalen Austausch und strategische Vernetzung der Anwaltschaft. Ferner fand wie alljährlich ein Empfang deutschsprachiger Teilnehmer statt, der durch die BRAK und den DAV organisiert wurde. RUNDER TISCH DER BRAK MIT DER BARRA MEXICANA Am 30.10.2025 fand ein Runder Tisch der BRAK und der mexikanischen Anwaltskammer (Barra Mexicana) statt, an dem Riad Khalil Hassanain für die BRAK teilnahm. Die Präsidentin der Barra Mexicana, Ana Maria Kudisch Castello, und weitere Vorstandsmitglieder hoben die aktuellen Herausforderungen für die mexikanischen Anwältinnen und Anwälte hervor und brachten den Wunsch nach einer verstärkten Zusammenarbeit mit der BRAK, insb. im Bereich gemeinsamer OnlineVeranstaltungen, zum Ausdruck. Ziel ist ein kontinuierlicher Erfahrungsaustausch zu aktuellen Themen und Herausforderungen der Anwaltschaft auf internationaler Ebene. DELEGATIONSBESUCH AUS DER CHINESISCHEN PROVINZ HAINAN Am 4. und 5.11.2025 besuchte eine Delegation bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Abteilung für Auslandsbeziehungen sowie der Rechtsanwaltskammer Hainan (China), die BRAK in Berlin. Ziel des Austauschs war es, Einblicke in den Zugang zum Anwaltsberuf, die Organisation der anwaltlichen Selbstverwaltung sowie den Einsatz digitaler Systeme im anwaltlichen Berufsalltag zu erhalten. Am 4.11.2025 wurde die Delegation im Hans-Litten-Haus empfangen. Nach einer Einführung in Aufgaben, Struktur und Arbeitsweise der BRAK standen insb. Fragen der Ausbildung, Zulassung und Berufsethik im Fokus. Zudem wurde die Digitalisierung des Anwaltsberufs vorgestellt, vor allem das besondere elektronische Anwaltspostfach (beA), wobei die Delegation großes Interesse an den praktischen Erfahrungen und der technischen Umsetzung zeigte. Am 5.11.2025 folgte ein Besuch der Schlichtungsstelle der Rechtsanwaltschaft in Berlin, bei dem Aufgaben, Verfahrensabläufe und typische Fallkonstellationen erläutert und Fragen zur außergerichtlichen Streitbeilegung sowie zu Beschwerdeverfahren gegen Anwältinnen und Anwälte diskutiert wurden. Auf deutscher Seite wurde das Programm von Swetlana Schaworonkowa, BRAK-Referentin für die Region Asien-Pazifik, und BRAKReferentin Lissa Gerking koordiniert und begleitet. Die Schlichtungsstelle wurde von Johannes Berger vorgestellt. IRZ-VERANSTALTUNG „KI UND DATENSCHUTZ IN DER ANWALTSCHAFT“ IN TUNIS Die internationale Konferenz zum Thema „Künstliche Intelligenz und der Schutz personenbezogener Daten“ fand am 20. und 21.11.2025 in Tunis statt. Veranstalterinnen waren die Deutsche Stiftung für internationale rechtliche Zusammenarbeit e.V. (IRZ), die Nationale Anwaltskammer Tunesiens (ONAT) und die BRAK. Letztere wurde durch Riad Khalil Hassanain und Sebastian Aurich vertreten. Thematische Schwerpunkte bildeten die Unterscheidung zwischen Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz (KI), die Rolle von KI im Justizsystem, rechtliche Haftungsfragen bei KI-Anwendungen sowie datenschutzrechtliche Herausforderungen. Darüber hinaus wurde der internationale Erfahrungsaustausch zwischen Tunesien, Algerien und Deutschland mit Blick auf unterschiedliche rechtliche Rahmenbedingungen und Best-Practice-Ansätze dargestellt. Die Konferenz verdeutlichte, dass der Einsatz von KI im Justizbereich sowohl Chancen als auch erhebliche rechtliche, technische und ethische Herausforderungen birgt. Übereinstimmend wurde die Notwendigkeit eines innovationsfreundlichen, rechtsstaatlich abgesicherten Rahmens betont, um die Vorteile von KI nutzen und gleichzeitig einen umfassenden Datenschutz gewährleisten zu können. Ein adäquater gesetzlicher Rahmen hierfür fehlt bislang, weshalb hohe Anstrengungen sowie eine enge internationale Zusammenarbeit weiterhin erforderlich bleiben. REGIONALKONFERENZ IN DAKAR Am 22. und 23.11.2025 fand in Dakar, Senegal, eine von der Deutschen Stiftung für internationale rechtliche Zusammenarbeit e.V. (IRZ) gemeinsam mit der BRAK und dem Barreau du S´en´egal organisierte Regionalkonferenz zur Modernisierung des Investitionsklimas sowie zur Förderung und zum Schutz von Investitionen in Afrika statt. Die Veranstaltung bot Vertreterinnen und Vertretern aus dem Senegal, Algerien, Tunesien und Deutschland – darunter ausgewiesene Expertinnen und Experten – ein Forum für den länderübergreifenden fachlichen Austausch und die vergleichende Analyse rechtlicher und institutioneller Rahmenbedingungen innerhalb der Region. Schwerpunkte des zweitägigen Programms waren der aktuelle Rechtsrahmen für Investitionen, alternative Streitbeilegungsverfahren, Fragen der Rechtssicherheit und spezifische Schutzmechanismen für Investorinnen und Investoren. In den Diskussionen wurde die Notwendigkeit transparenter, stabiler und vorhersehbarer Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Förderung ökonomischer Entwicklung und die Vertrauensbildung in afrikanischen Investitionsstandorten betont. AUS DER ARBEIT DER BRAK BRAK-MITTEILUNGEN 1/2026 AUS DER ARBEIT DER BRAK 46
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